Glockenspiel

 

 

Den Graf macht Reinhold’s Wunsch gar froh

und denkt, wie er die Leut' kann necken

weiß, dass im Scheuer hinterm Stroh

noch ‘ne gebroch’ne Glock' muss stecken.

 

Sie fiel vor vielen Jahren schon

aus ihrem Anker auf die Erd’

verlor dabei den schönen Ton

und ist nun keinen Heller wert.

 

Die Glocke kittet er geschickt

und schafft sie dann zum Mönchlein hin

und Reinhold schaut darob verzückt

es kommt nichts Böses ihm in Sinn.

 

Am nächsten Morgen zeigt er dann

den frommen Leut’ die Glocke

die schon am Sonntag läuten kann

dass alle Welt frohlocke.

 

Am Kirchtag kamen viele Leut’

zur Klaus’ am grünen Hang

der Glocke Klang, sie sehr erfreut

doch wurde ihnen bang.

 

     

 

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