Als alle Müh’ nichts helfen wollt’

ließ rufen er den frommen Mann

und will ihm schenken sehr viel Gold

wenn er ihn nur bald heilen kann.

 

Drei Tage später kam zur Burg

der Reinhold von der Heid’

von weitem hörte er den Schurk’

doch tat er ihm jetzt leid.

 

Der Reinhold ganz gelassen sieht

sich an des Grafen Bein

und denkt, ist gut was da geschieht

jetzt wird er endlich klein.

 

„O Reinhold hilf, ‘s ist deine Pflicht

sonst muss ich elend sterben

ertrag die argen Schmerzen nicht

soll ich denn so verderben?“

 

Als dieses nun der Mönch vernimmt

schaut er nach Bertel’s Wade

gefährlich ist die Wund’ bestimmt

hier hilft nur Gottes Gnade.

 

„Willst du bereuen deine Sünd’

und gottesfürchtig werden

so will ich helfen dir geschwind

drum tu dich brav gebärden.“

 

     

 

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