DIE LETZTE CHANCE

 

 

Es ist fürwahr ein traurig’ Ding

das ich nichts mehr zustande bring

ich streng mich an, so gut ich kann

und hoff' erdrückt, daß dann und wann

das Glück einst wieder zu mir kommt

damit es mir und ander'n frommt

 

so wart ich nun tagein, tagaus

sitz da, wie eine träge Laus

und rühr' mich nicht, nur keine Eil'

lieg faul herum, hab' Langeweil'

die Tage, Wochen sie vergeh'n

ich kann mich selbst nicht mehr versteh'n

 

die Kraft geht immer mehr zurück

und glaub’, mit ihr zieht auch mein Glück

es kann mich bald nicht mehr erreichen

vielleicht muß jetzt mein Leben weichen

wo jeder Zweig der Hoffnung bricht

da zeigt sich mir ein kleines Licht

 

behutsam schür ich dieses Feuer

denn es ist mir besonders teuer

die letzte Chance in meinem Leben

sie wird mir nur einmal gegeben.

   
         
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